Katharina Krenkel Berührbar – Unberührbar Soft Sculptures - Finissage mit Souvenirshop und Lesung
Experimentelle Skulpturen aus Wolle, Absperrbändern, Müllsäcken, Draht oder Videobändern.
Objekte, die sich dem klassischen Materialkanon der Bildhauerei entziehen und die gerade hierdurch eine ebenso eigenwillige wie auch eigenständige skulpturale Qualität entwickeln.
Am Sonntag, 7. Juni 2026, endet die Ausstellung mit Arbeiten der Künstlerin Katharina Krenkel im Laboratorium – Institut für aktuelle Kunst im Saarland.
Die letzte Gelegenheit also, die ungewöhnlichen und spannenden Häkelskulpturen und Stickzeichnungen der in Buenos Aires geborenen Künstlerin kennenzulernen.
Neben der Möglichkeit zur Werkbetrachtung sind in der Ausstellung erstmals auch ausgewiesene „Fummelzonen“ eingerichtet, in denen Anfassen erlaubt ist. Den Erlebnisbereich zum Fummeln ergänzen eine springende Wand mit Objekten zum Anschauen, ein Grafikkabinett zum Beobachten und eine Reihe von Stillleben zum Nichtberühren.
Katharina Krenkel arbeitet seit mehr als 30 Jahren mit textilen Werkstoffen und unkonventionellen Materialien, aus denen sie Soft Sculptures – weiche Skulpturen – komponiert. In ihrem „Häkellabor“ entstehen Welten, die zwischen niedlich-anziehender Gegenständlichkeit und potenzieller Gefährdung changieren. „Ich bin Bildhauerin mit Häkelnadel und Wolle“, so die Künstlerin selbst.
Zur Finissage gestaltet Katharina Krenkel einen Souvenirshop aus ihrem Fundus künstlerischer Häkelobjekte, die nicht in der Ausstellung gezeigt werden. Zum Mitnehmen, nach käuflichem Erwerb, werden u. a. Busentopflappen, Glückskekse und Singles (Schallplatten, nicht Personen ohne Paarbeziehung) angeboten.
Um 15 Uhr liest der junge, in Husum aufgewachsene Lyriker Tobias Graichen aus seinen Werken. Tobias Graichen, der an der Universität Hildesheim den Studiengang Literarisches Schreiben absolviert hat, ist der dritte Saarlandstipendiat im Tiny-House auf der Garten-Streuobstwiese von Katharina Krenkel und ihrem Mann Markus Himmel.
Um 16 Uhr bietet Institutsdirektor Andreas Bayer die letzte Führung durch die Ausstellung an.