Mundart im Haus Saargau Lesung und Chansons „uff Moselfränkisch“ mit Jean-Louis Kieffer, Edwin Bohlinger & Johannes Berrar
Gemeinsam Heimat erleben und Mundart lebendig halten – musikalisch abwechslungsreich & mit Texten, die Geschichten erzählen – die Region im Herzen.
Gemeinsam Heimat erleben und Mundart lebendig halten – musikalisch abwechslungsreich & mit Texten, die Geschichten erzählen – die Region im Herzen. Ein stimmungsvoller Nachmittag, der bei gutem Wetter im Duft- und Würzgarten des lothringischen Bauernhauses stattfindet. Dabei dürfen auch Leckereien nicht fehlen – Kaffee und Kuchen vom Saargau Café und Lädchen.
Edwin Bohlinger ist Ur-Saarländer und zugleich schon seit langem Wahl-Berliner, hat also sozusagen zwei Heimaten. Er sagt, „die Sprooch“ habe ihn trotz der vielen Jahre in der Hauptstadt nie verlassen.
Johannes Berrar aus Überherrn ist Gitarrenspieler seit 40 Jahren. Es begann mit der „Peter Bursch Gitarrenschule“ - mit Hörbeispielen auf Nylonschallplatte im Einband – und führte bis heute zu zahlreichen Konzerten in verschiedenen Formationen. Johannes Berrar hat sich dem Blues verschrieben und ist letztendlich beim „Jatz“ gelandet, „weil dort die Musik in dem Moment entsteht, wenn man spielt. Play Man, play.“
Jean Louis Kieffer lebt bis heute noch in dem kleinen Dorf Filstroff an der Nied bei Bouzonville, in direkter Nähe zur saarländischen Gemeinde Niedaltdorf. In der Schule ist Moselfränkisch (Lothringer Platt) verpönt. Die Liebe zur Mundart aber lässt ihn nie los, er wird als Mundartautor zum Kämpfer für den Erhalt des Moselfränkischen. Erste Gedichte und kleine Prosatexte in Mundart verfasst er 1985. Ein Jahr später wird er Gründungsmitglied und Präsident des Vereins Gau un Griis, der sich grenzüberschreitend für die „Erhaltung und Förderung der fränkischen Sprache“ einsetzt und Bücher und Kalender sowie die Literaturzeitschrift „Paraple“ herausgibt. Ganz dem Motto: „Schwätze platt c’est chic!“ . Seitdem hat der Verein viel erreicht: das Fränkische wurde offiziell als Regionalsprache anerkannt, es ist Wahlfach „Regionale Kultur und Sprache“ im Rahmen des französischen Abiturs und an den Ortseingängen werden weiterhin Ortsschilder in Moselfränkisch angebracht.