Musikfestspiele Saar: Florence Price und Ludwig van Beethoven
Fête de la Musique grenzenlos - Florence Price und Ludwig van Beethoven - Kampf um die Freiheit - Mit dem Vokalensemble’83 Saarbrücken unter der Leitung von Bernhard Leonardy
Florence Prices Komposition »Abraham Lincoln Walks at Midnight« (1931) ist eine musikalische Meditation über Verantwortung, Zweifel und moralische Wachsamkeit.
Inspiriert von einem Gedicht Vachel Lindsays zeigt Price die Figur Abraham Lincolns nicht als triumphalen Helden, sondern als ruhelosen Geist, der in der Nacht über die ungelösten Fragen der Menschheit nachdenkt: Krieg und Frieden, Gerechtigkeit und Menschlichkeit.
Einen scheinbaren Kontrast bildet dazu Ludwig van Beethovens Messe in C-Dur op. 86, die in einer Fassung für Klavier und Harmonium von Michael Ostrzyg nach der Uraufführung im Februar 2026 in Harvard nun als Deutsche Erstaufführung bei den Musikfestspielen erklingt.
Die Messe C-Dur ist weniger eine repräsentative Kirchenmusik als vielmehr ein zutiefst persönliches Glaubensbekenntnis. Beethoven versteht die Messe nicht als dogmatische Verkündigung, sondern als menschliche Annäherung an das Göttliche.
Während Florence Price diese Suche nach Orientierung in eine säkulare, historisch geprägte Bildsprache kleidet, formuliert Beethoven sie in der universellen Sprache der Liturgie. Nacht und Licht, Zweifel und Vertrauen, Verantwortung und Hoffnung treten in einen musikalischen Dialog.
Dieses Konzert ist barrierefrei, bitte melden Sie sich wegen der genauen Plätze und weiteren Hinweisen an tickets@musikfestspiele-saar.de!
Hinweis zur Anreise mit dem ÖPNV: Zug RB77 bis Siersburg Bf. oder Bus 462 bis Siersburg Ortsmitte, ca. 10 Min. Fußweg